KRITIK IN KÜRZE
Orso auf neuen Wegen:
Kammerklänge im Kaufhaus
Am Ende des Konzertes kommen alle Solisten nochmals auf die Bühne und genießen die Begeisterung im Freiburger Kaufhaussaal. Der Start der neuen Orso-Konzertreihe ist geglückt. Es war eine starke Teamleistung, die die jungen Musiker um Wolfgang Roese an diesem Montagmorgen zeigten. Eine erkennbare Dramaturgie war dem kunterbunten Konzertprogramm zwar nicht zu Eigen, die einzelnen Beiträge in dem von Christiane Ochs moderierten Konzert wiesen aber fast ausnahmslos hohes Niveau auf. Besonders erfreulich: Die jungen Künstler zeigten neben beachtlichen technischen Fertigkeiten große Musikalität. Wie, um nur einige zu nennen, Angela Symalla bei Eugene Bozzas „Récit, Sicilienne et Rondo“ das Fagott zu einem hochvirtuosen Ausdrucksinstrument emanzipiert, wie Katrin Winkler in Pierre Sancans Sonatine federleichte Figurationen auf der Querflöte entwickelt oder wie Stephan Hohlweg Fritz Kreislers „Liebesfreud“ auf dem Klavier klanggewaltig orchestriert — das ist mitreißend, spannend, jeden Augenblick hörenswert. Auch Unbekanntes ist zu entdecken: Maicom Arnolds „Diverti mento“, Theodor Blumers reizvolle Miniaturen „Aus dem Pflanzenreich“ oder Kevin Beavers „Vocalise + Love song“, Letzteres in europäischer Erstaufführung. Man darf gespannt sein auf die folgenden Konzerte des Rock Symphony Orchestra. ruge
— Die nächsten Termine: Orsowinds, 9.11., 20 Uhr, Konzerthaus; Orsovo cals, 25.11., 20 Uhr. Paulussaal.